Geld abheben im Ausland – Welche Bank verlangt welche Gebühren?

Trotz Finanzkrise können sich immernoch viele Deutsche den Jahresurlaub leisten. Wer lange dafür gespart und das Girokonto prall gefüllt hat, möchte im Urlaub jedoch nicht über Geld nachdenken. Doch sobald der Kontoinhaber bei einem Geldautomat im Ausland Geld abhebt, kostet das in den meisten Fällen Gebühren. Wer nicht nach dem Urlaub sein blaues Wunder beim Betrachten seines Kontoauszuges erleben oder gar Dispozinsen zahlen will, sollte sich bei seiner Bank informieren wie hoch die Gebühren fürs Abheben im Ausland sind.

Die Deutsche Bank bietet ihren Kunden kostenloses Bargeldabheben in allen Filialen der Deutschen Bank weltweit an. Zudem stehen dem Kunden weitere 28 000 Geldautomaten von Vertragspartnern zur Verfügung. Zu den Vertragspartnern zählen beispielsweise die Bank of America, Barclays, Scotiabank und Westpac.

Wer Kunde bei der Citibank ist, darf bei ausländischen Geldinstituten wie z.B. CIRRUS, ServiRed, Honor oder NYCE kostenlos Bargeld abheben. Zudem erhält man beim eröffnen eines Gehaltkontos (Mindestgeldeingang 601 Euro monatlich und einer Gebühr von 30 Euro pro Jahr) eine Master-Card mit der man im gesamten Euro-Raum an allen Geldautomaten kostenlos Bargeld abheben kann.

Während die Citibank einen durchaus teuren Ruf hat, kostet die Sparda-Bank den Kunden bei Bargeldabhebungen im Ausland deutlich mehr Gebühren. Der Grund dafür ist das fehlende Kooperationsnetz. Das bedeutet der Kunde zahlt an jedem Automaten mindestens 5 Euro bzw. 1% des Geldbetrages. Dabei können zusätzlich Kosten entstehen, die das fremde Institut für die Bargeldabhebung verlangt. Wer Inhaber der SpardaMasterCard ist, darf bis zu 1300 Dollar in der jeweiligen Landeswährung abheben. Pro Abheben kostet dies den Inhaber des Girokontos eine Gebühr von 1 Euro. Sollte die Transaktion außerhalb des Euro-Landes getätigt worden sein, kommen noch 1% Auslandsentgelt dazu.

Auch die Sparkasse fehlt das Netz an Kooperationen so dass Kunden, die im Ausland Geld abheben möchten mit einer Gebühr von mindestens 5 Euro rechnen müssen. Wie bei der Sparda-Bank kommen hier auch Gebühren der fremden Bank hinzu, die am Geldautomat jedoch ausgewiesen sein müssen, dies gilt ebenso für die Dresdner Bank.

Wer bei der Commerzbank Kunde ist, darf in den Ländern Spanien und Italien kostenlos an Automaten der Deutschen Bank Geld abheben.

Die SEB bietet hier ein etwas kompliziertes Modell an. Abgesehen von den SEB-Automaten in Schweden, müssen Kunden im Euro-Raum bei Bargeldabhebungen Gebühren bezahlen. Eine Alternative bietet das Institut mit seiner Visa-Star-Card. Einer Kreditkarte mit einer Jahresgebühr in Höhe von 50 Euro im Monat, die an das Giro-Star-Konto gekoppelt ist, das nur ab einem Geldeingang in Höhe von monatlich 1250 Euro und einer Gebühr von 5,99 Euro zu haben ist. Bei der Visa-Star-Card können die Kunden kostenlos an allen Geldautomaten im Euro-Raum abheben.

Bei der Hypovereinsbank können die Kunden bei Vertragspartnern wie z.B. UniCredit Bulbank in Bulgarien oder der UniCredit Bank in Tschechien kostenlos Geld abheben.

Strahlende Ausnahme beim Thema Gebühren ist immernoch die Deutsche Kreditbank (DKB). Hier können Privatkunden mit ihrer Kreditkarte an allen Geldautomaten auf dieser Welt kostenlos Geld abheben.

Am besten informiert man sich bei seiner Bank über Einzelheiten der Gebühren. Wer oft beruflich ins Ausland muss oder mehrmals im Jahr in Urlaub fährt, sollte bei zu hohen Gebühren über einen Kontowechsel nachdenken.

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